Auf dem Boden stehen Umzugskartons mit Aktenordnern, die Regale im Büro sind schon halb leer geräumt. 40 Jahre war der Psychologe Thomas Bock am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), zuletzt leitete er die Ambulanz für Psychosen und Bipolare Störungen. An einem seiner letzten Arbeitstage vor seinem Ruhestand nimmt er sich Zeit für ein langes Gespräch – über seinen Kampf gegen das Stigma psychischer Krankheiten, die Geschichte der Hamburger Psychoseseminare und über ein Thema, zu dem sich bislang kein Mitarbeiter des UKE öffentlich äußern wollte: den Tod des Psychiatriepatienten William Tonou-Mbobda, der Ende April nach einer Zwangsfixierung durch Sicherheitskräfte starb.