Florian Zinnecker © Maria Feck für DIE ZEIT

Liebe Leserin, lieber Leser,

geht es Ihnen gut? Sind Sie glücklich? Ich will nur sichergehen – denn aktuell liegen mir dazu widersprüchliche Angaben vor. Der Glücksatlas 2019 sagt, Sie sind extrem glücklich – so glücklich wie in kaum einem anderen Moment in den letzten drei Jahrzehnten. Jedenfalls dann, wenn Sie in Schleswig-Holstein leben. Sofern Sie in Hamburg wohnen, waren Sie vergangenes Jahr sogar noch eine Nuance glücklicher als heute. Natürlich: Das sind Durchschnittswerte, errechnet aus einer Vielzahl verschiedener Studien und Meinungsumfragen (übrigens im Auftrag der Deutschen Post, die meine Zufriedenheitswerte an manchen Tagen spürbar senkt – aber ich wurde nicht befragt). Nirgendwo in Deutschland sind die Menschen demnach zufriedener mit ihrem Haushaltseinkommen als in Hamburg, unter dem Bundesdurchschnitt liegen die Hamburger Werte nur beim Thema Wohnung und Freizeit (wenn Sie mich fragen: Ich habe die eine oder andere Ahnung, woran das liegen könnte). Insgesamt aber geht es Ihnen beneidenswert gut, freut mich für Sie.

Ein trüberes Bild zeichnet der gestern veröffentlichte Konjunkturklimaindex der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein. Demnach war die Stimmung in der schleswig-holsteinischen Wirtschaft im Sommer gut, im Herbst dann deutlich schlechter, ich als in Hamburg lebende Privatperson kann das generell gut nachempfinden, aber das Thema ist zu ernst für Scherze, ich sage nur: Fachkräftemangel.

Mit weitem Abstand am unglücklichsten aber scheinen aktuell die Mitglieder des Hamburger Tourismusverbands zu sein. Jahr für Jahr geben Touristen in Hamburg 8 Milliarden Euro aus, 600 Millionen Euro Steuern fließen so in den Landeshaushalt. Im Rathaus würde den Wünschen der Touristiker aber zu wenig Gehör geschenkt, klagte der Verband gestern – und legte einen detaillierten Forderungskatalog vor. Darin enthalten: ein Masterplan für die Innenstadt, eine Aufwertung der Hamburg Marketing GmbH und, um mehr ausländische Touristen anzulocken, ein Check-In-Schalter nebst Gepäckabfertigung am Dammtorbahnhof für die Flughafen in der weiteren Umgebung (zu dieser gehört nach Verbandsangaben auch Berlin). Eine interessante Idee.

Wie sich die steigenden Touristenzahlen und insbesondere die schon bestehenden Bemühungen Hamburgs um noch mehr Gäste auf das Glück und die Zufriedenheit der Hamburger Einwohner auswirken, wurde in diesem Zusammenhang leider nicht erhoben. Ich glaube, das zu fragen würde sich auch mal lohnen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Ihr Florian Zinnecker

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Aktuelles

Bürgerschaft berät Strategie gegen Rechtsextremismus

Auf den Tag genau vier Wochen nach dem antisemitischen Anschlag von Halle debattiert die Bürgerschaft heute über Hamburgs Strategie im Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Seit 2013 habe Hamburg die Präventions- und Beratungsangebote erheblich erweitert und ausdifferenziert, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde auf Anfrage der Elbvertiefung. Damals beschloss der Senat das erste "Landesprogramm zur Förderung demokratischer Kultur, Vorbeugung und Bekämpfung von Rechtsextremismus", das seither fortentwickelt wurde. Erhielten Hamburger Beratungsstellen und Präventionsprojekte im Jahr 2013 von Bund und Stadt 330.000 Euro, sind es in diesem Jahr knapp 1,7 Millionen, von denen allerdings 80 Prozent aus Berlin stammen. André Trepoll, Fraktionsvorsitzender der CDU, zeigte sich gegenüber der Elbvertiefung daher skeptisch, dass die Stadt genug Eigenmittel investiert. Zudem erneuerte er die CDU-Forderung nach verpflichtenden Besuchen von NS-Gedenkstätten für alle Hamburger Schülerinnen und Schüler, die auch in einem Antrag seiner Fraktion enthalten ist, der heute debattiert wird. Christiane Schneider von den Linken dagegen sagte, alle Beratungsstellen seien finanziell gesichert und die Stadt sei "nicht schlecht aufgestellt" im Kampf gegen rechts. Jedoch müsse künftig sichergestellt sein, dass die Vielfalt jüdischen Lebens in der Stadt wirksam gefördert werde (unser Foto entstand bei einer Gedenkveranstaltung am 9. November 2018 im Grindelviertel). Der in einem Antrag der rot-grünen Regierungsfraktionen geforderte Beauftragte für jüdisches Leben und für die Bekämpfung von Antisemitismus dürfe nicht zum Feigenblatt geraten. Laut Verfassungsschutz stieg die Zahl der Rechtsextremisten in Hamburg von 320 im Jahr 2017 auf 340 im Jahr 2018; die Zahl der gewaltorientierten sank von 140 auf 130. Klassische Szene-Akteure wie Kameradschaften und Parteien hätten zwar an Bedeutung eingebüßt, dennoch könne in Hamburg keine Rede sein von einem Rückgang rechtsextremistischer Aktivitäten.

Félice Gritti

In einem Satz

Die Hamburger Regisseurin Nora Fingscheidt ("Systemsprenger") dreht ihren nächsten Film: einen Netflix-Thriller mit Hollywoodstar Sandra Bullock +++ Nach einer Stichprobe bei 17 weiterführenden Schulen appelliert die Schulbehörde, bei Klassenreisen den Klimaschutz nicht außer Acht zu lassen – etwa ein Viertel der Reisen wurden mit dem Flugzeug unternommen, am Gymnasium Süderelbe waren es sogar 10 von 23 +++ Das Initiativennetzwerk "Recht auf Stadt" fordert in Hamburg eine Diskussion um einen Mietendeckel nach Berliner Vorbild +++ Seit der Einführung der Miet-Elektrotretroller in Hamburg sind weniger Stadträder ausgeliehen worden, und zwar knapp 89.000 weniger als im Vorjahreszeitraum allein in den Monaten Juli bis September

CDU übt scharfe Kritik an der Kinderschutzpolitik des Senats

© Axel Heimken/​dpa

Der familienpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion hat die Kinderschutzpolitik des Senats kritisiert. Die angekündigten Verbesserungen würden zu langsam umgesetzt, sagte Philip Heißner der Elbvertiefung. "Es ist die gleiche Leier, die wir seit vielen Jahren kennen: Die Dinge sind ›in Prüfung‹ oder ›werden erarbeitet‹". In einer Großen Anfrage hatte Heißner sich nach dem aktuellen Stand der Verbesserungsmaßnahmen erkundigt, heute diskutiert die Bürgerschaft die Antwort des Senats. Im Januar hatte eine Enquetekommission einen Bericht von mehreren Hundert Seiten vorgelegt, darin Dutzende Empfehlungen. Hintergrund waren mehrere Fälle wie jener der dreijährigen Yagmur aus Billstedt, die vor sechs Jahren von ihrer Mutter totgeprügelt worden war; die Behörden hatten die Gefahren übersehen. Laut Heißner gibt es noch immer Probleme: Der Krankenstand in den Kinderschutzhäusern sei nach wie vor hoch, die Kinderschutzkoordinatoren würden bei einer Kindeswohlgefährdung noch immer nicht ausreichend eingebunden, und die Fortbildung für Familienrichter in Kinderschutzsachen sei zwar inzwischen verpflichtend, werde aber nicht ausreichend erfasst. Die Sozialbehörde wies die Kritik zurück. In einem riesigen System wie der Jugendhilfe bräuchten Veränderungen ihre Zeit, wichtiger als das Tempo sei die konsequente Umsetzung, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Elbvertiefung. Das Thema eigne sich nicht zur tagespolitischen Profilierung, zumal sehr viele Maßnahmen schon liefen. Ein Interview mit dem Leiter der Enquetekommission aus dem Januar können Digitalabonnenten hier lesen.

Was heute auf der Agenda steht

Dana Schweiger, Ex-Frau des Schauspielers, Hamburger "Tatort"-Kommissars und Gastronomen Til Schweiger, stellt am Vormittag ihre Biografie vor; der Mieterverein informiert auf einer Pressekonferenz über falsche Betriebskostenabrechnungen; die Hamburger Kunsthalle bereitet sich auf die Impressionismus-Ausstellung mit Werken von Édouard Manet, Edgar Degas, Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir vor; Volkswagen zieht ein Zwischenfazit der Tests zum automatisierten Fahren; in der Bucerius Law School findet eine Diskussion über Hate-Speech und Fake-News statt; der Hamburger Buchhandelskonzern Thalia feiert seinen 100. Geburtstag mit einer Rede von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck in der Elbphilharmonie; die Körber Stiftung lädt zu einem zweitägigen Symposium zur sozialen Isolation in der alternden Gesellschaft, und ab 13.30 Uhr tagt im Rathaus die Bürgerschaft.

Was Sie interessieren könnte

Alltagsreporter: Die Grundschullehrerin

Wir standen vor dem St. Pauli-Theater auf der Reeperbahn und warteten gerade auf Einlass, als vier Polizisten aus der Davidwache nebenan kamen. Beim Anblick der Kinder in ihren gelben Westen sagten sie: "Toll, wir haben ja richtig viele Hilfspolizisten heute!" Einen besonders frechen Jungen habe ich dann ein bisschen vorgeschoben und gesagt: "Und der hier möchte heute direkt bei Ihnen mitfahren." Der Junge, voller Respekt: "Nein, bitte nicht, Frau Lehrerin, ich möchte bitte hierbleiben!" Natürlich habe ich ihn nicht weggegeben.

An dieser Stelle finden Sie täglich unsere Alltagsreporter. Hier schreiben Hamburgerinnen und Hamburger, die wir gebeten haben, uns regelmäßig zu berichten, was sie in ihren Jobs erleben. Sie bleiben anonym, damit ihnen beruflich keine Konsequenzen drohen.

"Begrünte Fassaden haben nur positive Effekte für die Stadt"

© HCU

Hamburg wird anders bauen müssen, wenn die Stadt auch bei fortschreitender globaler Erhitzung für alle bewohnbar bleiben soll. Die Regierungsparteien haben einen Vorschlag dazu: Pflanzen an Fassaden und auf Dächern sollen Standard werden, der Senat soll Pilotprojekte entwickeln und über neue Förderkonzepte nachdenken. Erste Ideen sollen vor Ende des Jahres vorliegen – so haben es Grüne und SPD gemeinsam beantragt und beschlossen. Mit Efeu gegen den Klimawandel? Professor Jörg Knieling, Experte für klimagerechte Stadtplanung, hält die Idee für zukunftsweisend. Welche Effekte begrünte Fassaden auf das Wohlbefinden der Hamburger haben können und was sich in der Baukultur ändern muss, damit es so kommt, erklärt er im Interview.

Elbvertiefung: Ärgern Sie sich manchmal über Neubauten in der Stadt, die trotz guter Bedingungen nicht begrünt wurden?

Jörg Knieling: Da könnte man fast alle Großprojekte durchgehen und würde überall ungenutzte Möglichkeiten finden. Das Thema Fassadengrün ist wirklich nicht besonders präsent in Hamburg – im Gegensatz zu Backstein, Beton und Glas. Selbst die HafenCity Universität hat große weiße Flächen, die man sicher auch mit Grün hätte gestalten können.

Elbvertiefung: SPD und Grüne wollen auf bepflanzte Fassaden setzen, um die Stadt vor den Effekten des Klimawandels zu schützen. Wie wirkungsvoll sind solche Maßnahmen?

Knieling: Ich finde es richtig, dass darüber nachgedacht wird. Begrünte Fassaden bringen tatsächlich nur positive Effekte für die Stadt. Sie kühlen die Umgebung, indem sie über die Blätter Feuchtigkeit abgeben – im Gegensatz zu versiegelten Flächen und Fassaden aus Stein, die tagsüber Hitze speichern und sie abends abstrahlen. Grünpflanzen filtern Feinstaub und tragen zu besserer Luftqualität bei. Zudem kann auch Fassadengrün Wasser speichern. Es macht Stadtteile attraktiver und steigert die Lebensqualität. Und es unterstützt die Biodiversität in der Stadt, weil es Raum für Vögel und Insekten bietet. Wir haben also ein ganzes Bündel an Vorteilen. Da kann man sich fragen: Warum ist das nicht längst Standard?

Elbvertiefung: Ja, warum eigentlich nicht?

Knieling: Sicherlich gab es pragmatische Gründe, Kostengründe – oder man hat einfach noch nicht ausreichend darüber nachgedacht, weil man keine Notwendigkeit gesehen hat. Umso wichtiger ist es, jetzt Bewusstsein dafür zu schaffen, auch in der Architektur. Bisher ist Fassadengrün nichts, wovon Architekten üblicherweise sagen: So was wollte ich immer schon machen. Es wäre schön, wenn das in zehn Jahren anders wäre und Fassadenbegrünung auch in der Baukultur als Qualitätsmerkmal gelten würde.

Elbvertiefung:  Fassadengrün soll vor allem das Mikroklima verbessern – was ist damit gemeint?

Knieling: Für die Stadt das Klima in einzelnen Stadtteilen. Das kann in Eimsbüttel ganz anders sein als in St. Pauli, das nah an der Elbe liegt. Deshalb ist es wichtig, gezielte Strategien zu entwickeln. Wo es keine Kaltluftschneisen gibt, müssen zum Schutz gegen Hitze Lösungen gefunden werden, die direkt im Stadtteil wirken.

Elbvertiefung:  Aber was nützt eine Verbesserung des Mikroklimas, wenn der Rest der Erde sich weiter aufheizt und weltweit die Meeresspiegel steigen?

Knieling: Diese Diskussion kommt tatsächlich immer wieder auf. In der Forschung diskutieren wir Klimaschutz und Klimaanpassung aber nicht als Entweder-oder, sondern als Sowohl-als-auch. Für die konkrete Lebensqualität der Stadtbewohner ist das Mikroklima sehr wichtig. Maßnahmen zur Verbesserung sollte man also keineswegs als wirkungslos abtun.

Andere Städte sind schon weiter – was kann Hamburg von ihnen lernen? Welche Maßnahmen die Stadt im Blick behalten sollte, lesen Sie in der ausführlichen Fassung des Interviews auf ZEIT ONLINE.

Die Fragen stellte Annabel Trautwein

"Don Giovanni" in der Staatsoper: Es riecht nach Abenteuer

© Markus Scholz/​dpa

Falls Sie nicht sicher sind, ob Sie "Don Giovanni" an der Staatsoper wirklich sehen müssen: Gehen Sie hin! Und zwar schnell, solange Adam Fischer dirigiert – es gibt nur noch zwei Vorstellungen, die eine heute, die andere am Samstag. Wenn Fischer und die Philharmoniker aufeinandertreffen und ein Stück von Mozart aufführen, sollte man möglichst immer in Hörweite sein, selbst falls Sie (wie ich) Mozart nicht für den aufregendsten Komponisten der Welt halten. Aber wenn Fischer dirigiert, fliegen die Funken. Doch die Inszenierung ist auch aus einem ganz anderen Grund interessant: Sie spielt mit allen Klischees zeitgenössischer Opernproduktionen – es gibt Livevideos, stückfremde Figuren auf der Bühne, Kulissen, die mit ihrer Kulissenhaftigkeit spielen. Das wirkt zwar, als wolle der Regisseur Jan Bosse beweisen, dass er mit den Resten einiger abgespielter Produktionen als Bühnenbild auskommt. Aber gerade deshalb finde ich den Abend sehenswert: Er riecht nach Abenteuer, nach Experiment, nach Wagemut. Und das passiert in der Oper ja nicht allzu oft.

Florian Zinnecker

Was Sie heute erleben können

Mittagstisch

"Wie auf Mallorca. Kennste doch"

Seit Anfang des Jahres steht am Ende der Reeperbahn ein Astra-Tempel: Brauerei, Bar, Shop und Bistro. Zwischen 12 und 15 Uhr gibt es dort nach eigenem Bekunden "das geilste Buffet in Hamburg". Der Gastraum ist eher eine Halle und besteht zu einem großen Teil aus einem wuchtigen, langen Tresen, hinter dem in diversen Fässern die Erzeugnisse des Hauses ihrer Verköstigung harren. "Du nimmst dir ’nen Teller und isst. Wie auf Mallorca. Kennste doch", erläutert der Kellner das Prozedere. Er gäbe auch einen passablen Türsteher ab. Zur Wahl stehen je drei Hauptgänge (am Besuchstag Pannfisch, Bandnudeln in Pilzrahm und Buletten mit Schmorgemüse und Semmelknödel), daneben gibt es eine Salatbar, eine Tagessuppe und Dessert. Die Qualität der einzelnen Speisen war am Besuchstag unterschiedlich. Während die Fischsuppe leicht versalzen war und die Buletten nach Industrieware schmeckten, gefielen die Nudeln, die Knödel und der Fisch sehr gut. Mit Kiez-Atmosphäre für 8,50 Euro – dagegen ist nichts einzuwenden. Das Angebot wechselt täglich und kann online eingesehen werden.

Kiez-Kantine; St. Pauli, Nobistor 16, Mittagstisch Mo–Fr, 12–15 Uhr

Thomas Worthmann

Was geht

Brieffreundschaft: Hannah Arendt war nicht nur die Trauzeugin des Publizisten Dolf Sternberger. Die beiden pflegten von 1946 bis 1975 auch einen regen Briefwechsel, der erst kürzlich entdeckt wurde. "Ich bin Dir halt ein bisschen zu revolutionär", Lesung und Gespräch mit Herausgeber Udo Bermbach und Ulrich Wank (Rowohlt Berlin).

stories! Die Buchhandlung, Straßenbahnring 17, heute, 19.30 Uhr

Ver(schlimm)bessern: Niemand kann erfolgreich Armut bekämpfen, wenn Kriminalität die Regeln bestimmt. Friedensforscherin Janina Pawelz etwa hat jahrzehntelang die Entwicklung gewaltbereiter Gruppen in Trinidad und Tobago beobachtet. Sie sagt, Entwicklungshilfe unterstützt dort vor allem die Etablierung der Gangs. Mit anderen Wissenschaftlern diskutiert sie beim GIGA Forum Möglichkeiten im Kampf gegen Gewalt: "Making Things Worse? The Fight Against Violence and Crime".

GIGA, Neuer Jungfernstieg 21, heute, 18 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung online; die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt

Regen-Rock: Der Druck müsste da sein, stehen doch Vergleiche mit Bands wie Queens Of The Stone Age oder Royal Blood im Raum. Van Holzen aus Ulm geben sich trotzdem unbeeindruckt; mit ihrem neuen Album "Regen" fräsen sie sich mit schroffem Raspel-Rock einen Weg durch die deutsche Musiklandschaft.

Nochtwache, Bernhard-Nocht-Straße 69a, heute, 20.30 Uhr, VVK 16 Euro

Hamburger Schnack

Im Bäderland-Schwimmbad, schon bei den Haartrocknern. Eine Stimme am Mobiltelefon: "Nein, ich kann dir nicht helfen. Ich kann nicht in die Damenumkleide kommen. Ich bin dein Vater, nicht deine Mutter!"

Gehört von Joachim Schleu

Meine Stadt

Themenwoche Regenbogen: Schwung über die Alster © Angela Lehnert

Die heutige Ausgabe zum vertieften Lesen

"Empathie ist wichtiger als strenge Kontrolle"

Wie kann Hamburg Kinder besser schützen? Eine Expertenkommission hat 70 Empfehlungen an die Politik. Statt mehr Überwachung fordert sie mehr Vertrauen.

"Wir brauchen einen Bewusstseinswandel in der Baukultur" – hilft Efeu gegen den Klimawandel? In Hamburg soll Fassadengrün dazu beitragen, die Stadt bewohnbar zu halten. Professor Jörg Knieling sagt: "Die Idee hat Zukunft"