Florian Zinnecker © Maria Feck für DIE ZEIT

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf meinem Weg in die Redaktion kann ich mich über fehlende Abwechslung nicht beklagen. Entweder ich nehme die Route über den Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg, vorbei an den Buden rund um St. Petri. Oder ich laufe durch den Budenzauber auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz. Oder aber durch den Markt in der Spitaler Straße. Oder durch den Weihnachtszirkus vor dem Rathaus. Ganz ohne beleuchtete Buden geht es fast nicht. Das hinterlässt natürlich Spuren. Der Song "Little Drummer Boy" etwa geht mir schon jetzt nicht mehr aus dem Kopf (Pa-rappappa-pamm!).

Aber bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen die Komplettverweihnachtung der Innenstadt. Mir scheint zwar, als falle sie in diesem Jahr um ein Vielfaches größer, heller und lauter aus als zuletzt. Aber ich bin zu der Einsicht gelangt: Das schadet nicht. Sondern es hilft.  

Geholfen hat mir dabei ein Text, den mein Kollege Christoph Twickel für die Dezember-Ausgabe der ZEIT:Hamburg geschrieben hat (Sie können ihn mit Z+ hier lesen).  Er dreht sich um den Adventskranz – der, das wissen Sie natürlich, im frühen 19. Jahrhundert im Rauhen Haus in Horn erfunden wurde: mit großen Kerzen für die Adventssonntage und kleinen für jeden übrigen Tag. Der Kranz war die Behauptung, jetzt wäre es schon fast so weit. Später, im Ersten Weltkrieg, bekamen Soldaten Kränze an die Front geschickt, und sie schickten Feldpostkarten mit Fotografien der Kränze nach Hause. Wieder eine Behauptung: Kein Grund zur Sorge. 

Mit diesem Blick lässt sich der Weihnachtswahnsinn viel leichter ertragen. Man darf die dekorierte Innenstadt nicht als Hinweis missverstehen, alle anderen wären total besinnlich, nur man selbst nicht. Die Deko behauptet die vorfreudige Stimmung nur – so lange und so penetrant, bis man sie eben glaubt. Und wenn mir dieses Jahr alles viel heftiger erscheint, dann bedeutet das vielleicht nur, dass wir die behauptete Harmonie diesmal besonders nötig haben.

Ein herzliches Pa-rappappa-Pamm!

Ihr Florian Zinnecker 

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Aktuelles

© Bernd Wu\u0308stneck/​dpa

Nach Pisa-Ergebnissen: Schulbehörde will Besoldung von Grundschullehrern verbessern

Bei einem Senatsempfang zum 100. Geburtstag der Grundschule kündigte Schulsenator Ties Rabe (SPD) an, die Besoldung von Grundschullehrkräften bis 2023 schrittweise auf das Niveau aller anderen Lehrkräfte anzuheben. "Damit liegen wir in der Spitzengruppe aller Bundesländer", hieß es in einer Mitteilung des SPD-Politikers vom Sonntag. Auch vor dem Hintergrund der Anfang der Woche veröffentlichten Pisa-Studie müsse die Rolle der Grundschule weiter gestärkt werden – die Studie hatte ergeben, dass jeder fünfte Schüler in Deutschland nur rudimentär lesen und den Sinn von Texten nicht erfassen kann. "Der Bildungserfolg von Kindern wird in der ersten Lebensphase viel wirkungsvoller geprägt als in den älteren Jahren", führte er aus. Hamburg werde deshalb alle derzeit mit der Stufe A12 besoldeten Lehrkräfte auf A13 mit kleiner Zulage anheben. Damit wären die Grundschullehrkräfte gleichgestellt mit allen anderen Lehrkräften an Gymnasien, Berufsschulen und Sonderschulen in der Hansestadt. "Die Besoldungserhöhung ist ein großer Kraftakt", so Rabe. "Aber so sichern wir zugleich, dass Hamburg im bundesweiten Vergleich auch künftig für Grundschullehrkräfte attraktive Arbeitsplätze bietet."

In einem Satz

Rund 2,2 Millionen Menschen haben den Hamburger Winterdom besucht, mehr als in den vergangenen Jahren – gestern ging das Volksfest zu Ende +++ Der Schauspieler Merlin Sandmeyer ist am Sonntag mit dem Boy-Gobert-Preis für Nachwuchsschauspieler an Hamburger Bühnen ausgezeichnet worden; zu den bisherigen Preisträgern gehören Ulrich Tukur, Martin Wuttke und Susanne Wolff +++ Ein 19 Jahre alter Autofahrer kam in der Nacht zum Sonntag in Pinneberg in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und krachte gegen einen Baum; sein gleichaltriger Beifahrer starb noch an der Unfallstelle, die übrigen Fahrzeuginsassen wurden teils lebensgefährlich verletzt +++ Die rot-grüne Koalition will unter anderem mit einer Expressfähre und der Einführung eines Zehn-Minuten-Takts die Fährlinie 62 im Hafen stärken

Wie viele rechtsextreme Gefährder leben in Hamburg?

Die Abteilung für Staatsschutz im Hamburger Landeskriminalamt beobachte derzeit 17 extremistische Gefährder, erfuhren die Abgeordneten der Bürgerschaft jüngst im Rahmen einer Kleinen Anfrage. Zu den 17 Gefährdern zählten drei Linksextreme und 14 Personen, die der Kategorie "religiöse Ideologie" zugeordnet werden – aber kein einziger Rechtsextremist. Wie kann das sein – zumal es laut Verfassungsschutz mehr Rechtsextreme in Hamburg gibt (die Zahl stieg von 320 im Jahr 2017 auf 340 im Jahr 2018) und Innensenator Andy Grote (SPD) am Rande der Innenministerkonferenz vor einer "demokratiegefährdenden Bedrohungslage" warnte? Die Polizei verweist auf Nachfrage darauf, dass die jüngste Statistik eine Momentaufnahme sei: Zu dem Zeitpunkt, als die AfD-Fraktion jene Zahlen erfragte, seien der Polizei keine Gefährder aus dem rechtsextremen Spektrum bekannt gewesen. Das könne sich jederzeit ändern, sagt Polizeisprecher Florian Abbenseth. Also gibt es aktuell keine Gefahr von rechts? Diese Schlussfolgerung sei falsch: Unter einem Gefährder versteht die Polizei jemanden, dem sie aufgrund "bestimmter Tatsachen" politisch motivierte, schwere Gewalttaten "von erheblicher Bedeutung" zutraut, etwa einen Terroranschlag. Für die Einstufung sind die Landeskriminalämter zuständig. Eine detailliertere Definition für die Einstufung gibt es nicht – weswegen der Begriff des "Gefährders" nicht unumstritten ist und Sicherheitsbehörden bundesweit immer wieder dem Vorwurf unterliegen, nachlässig nach rechts geschaut zu haben. Doch die Hamburger Polizei versichert: Unabhängig davon, ob eine Person als Gefährder gelistet sei oder nicht, würden alle erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergriffen. Und ob nicht inzwischen doch ein Rechtsexremist unter Beobachtung steht, ist nicht bekannt.

                                                                                                     Annika Lasarzik

Was heute auf der Agenda steht

Gegen 5 Uhr endet heute die Vollsperrung der A 7; erstmals sind nun beide Röhren des Lärmschutztunnels Schnelsen in Betrieb +++ Auf der U-Bahn-Linie U1 eröffnet die Hochbahn heute um 13.30 Uhr die neue Station Oldenfelde zwischen den Stadtteilen Farmsen und Berne +++ In der Handelskammer wird dem Hamburger Philosophen und Kant-Forscher Heiko Puls am Abend der Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis verliehen +++ Im Curiohaus findet ab 19 Uhr die Verleihung der Lead-Awards statt

Was Sie interessieren könnte

Alltagsreporter: Der Rohrreiniger

Vor wenigen Tagen hatte ich einen schroffen Anrufer am Telefon. Er wollte wissen, wo ich bliebe, immerhin hätte er innerhalb einer Stunde mit mir gerechnet. Bei mir war für den Abend allerdings kein Auftrag eingegangen. Auf Nachfrage erfuhr ich Details, die mich aufhorchen ließen: Das beauftragte Unternehmen hatte zum Beispiel ohne Kenntnis der Situation einen Pauschalpreis zugesagt. Schließlich Erleichterung am anderen Ende der Leitung: Das Fahrzeug des Rohrreinigers kam auf den Hof gerollt. Merkwürdigerweise mit einem Kfz-Kennzeichen aus Nordrhein-Westfalen. Ich warnte den Mann noch vor dubiosen Firmen und Preisen – da hatte er schon aufgelegt. Die Hoffnung auf schnelle Hilfe wischte wohl alle Zweifel fort.

An dieser Stelle finden Sie täglich unsere Alltagsreporter. Hier schreiben Hamburgerinnen und Hamburger, die wir gebeten haben, uns regelmäßig zu berichten, was sie in ihren Jobs erleben. Sie bleiben anonym, damit ihnen beruflich keine Konsequenzen drohen.

© Florian Zinnecker

Die Zukunft der Schilleroper: Verfall verboten

Wer ein Denkmal kauft, muss in seine Erhaltung investieren. Die Erfahrung macht gerade die Immobilienbesitzerin Mareike Janssen. Ihr gehört die Schilleroper auf St. Pauli – oder das, was davon übrig ist. Die Kulturbehörde hat ihr eine "Anordnung von Sicherungsmaßnahmen" zugeschickt: Bis zum Jahresende muss Janssen nachweisen, dass sie die denkmalgeschützte Stahlkonstruktion des historischen Zirkusbaus baulich schützt, damit diese nicht weiter bei Wind und Wetter verrottet. Andernfalls wird das Denkmalschutzamt die erforderlichen Maßnahmen selbst in die Hand nehmen, auf Kosten der Eigentümerin. In der Patriotischen Gesellschaft findet heute um 18.30 Uhr eine Veranstaltung zur Zukunft der Schilleroper statt: "Was kann Hamburg von Gent lernen?", lautet der Titel, in Gent nämlich gibt es den 1885 errichteten "Wintercircus" – auch dieses Zirkusgebäude war in desolatem Zustand, gehört inzwischen der Stadt und soll bis 2022 saniert werden. Ob das in Hamburg auch gelingen kann? Darüber diskutieren unter anderem die Denkmalverein-Geschäftsführerin Kristina Sassenscheidt und Andreas Kellner, Leiter des Denkmalschutzamtes.

Eine Bestandsaufnahme der Bemühungen um das verfallende Gebäude auf St. Pauli, in der auch die Ursachen der Misere benannt sind, finden Sie hier auf ZEIT ONLINE – der Autor ist unser Kollege Christoph Twickel.

© Christoph Irrgang/​Museum für Hamburgische Geschichte

"Die Körper der Matrosen trugen seine Tattoos in die Welt"

Christian Warlich war der erste Tätowierer in Deutschland, der sich mit seiner Kunst einen Namen machte. Er begann 1919 auf St. Pauli. Mit seinem Nachlass beschäftigt sich der Kunsthistoriker Ole Wittmann, 42 – er forscht seit 2015 in Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte, das derzeit eine große Ausstellung zu den Motiven Warlichs zeigt. Dieses Interview, das wir hier in Auszügen veröffentlichen, ist im ZEITmagazin Hamburg erschienen.

Elbvertiefung: Herr Wittmann, Sie forschen seit vier Jahren zu dem Tätowierer Christian Warlich, der von 1919 bis 1964 auf St. Pauli tätowierte. Was fasziniert Sie so an diesem Mann?

Ole Wittmann: Er wurde "König der Tätowierer" genannt. Warlich konnte Motive sehr gut komponieren, hatte immer die passende Körperstelle im Kopf. Seine Bilder waren malerischer als die von anderen Tätowierern. Motive wie seine Raubkatze werden heute immer noch gestochen. Das zeige ich auf Instagram, unter dem Hashtag #inspiredbywarlich.

EV: Welche Motive erkennt man sofort als Warlichs Arbeit?

Wittmann: Die meisten westlich-traditionellen Tätowierer, wie Warlich einer war, stachen ähnliche Motive: Frauenkörper, das Kreuz, den Adler, die Schlange. Ein paar Formen gab es zu der Zeit aber fast nur bei Warlich, er hatte zum Beispiel einen ganz typischen Schmetterling, den er sehr oft stach. Der Dämon mit dem Messer durch den Kopf, die Raubkatze, der Pirat, das sind klassische Warlich-Motive.

EV: Warlich kam aus Hannover, warum suchte er sich St. Pauli als Ort für seine Arbeit aus?

Wittmann: Er war beides, Tätowierer und Wirt, in seiner Grog-Kneipe auf St. Pauli. Den Ort gibt es noch, das Toom Peerstall in der Clemens-Schultz-Straße. Direkt um die Ecke liegt das Heiligengeistfeld, also der Dom. Schausteller waren gute Kunden für Tätowierer. Und natürlich war der Hafen entscheidend für seine Ortswahl. Sobald ein Schiff ankam, haben sogenannte Schlepper an der Werft Werbung für Tätowierer gemacht. Warlich tätowierte sein ganzes Leben lang auf St. Pauli, und die Körper der Matrosen trugen seine Tattoos in die Welt. Durch die Matrosen kamen auch Motive aus der Ferne zu ihm, er stach zum Beispiel viele Geishas oder hawaiianische Hula-Girls.

EV: Wann haben sich Tattoos von den Seemännern auf den Rest der Gesellschaft ausgebreitet?

Wittmann: Das war schon immer so. Zu Warlich kamen Leute aus allen Gesellschaftsschichten. Auch die Hausfrau. Angeblich stach er sogar zwei dänische Prinzen, aber dafür konnte ich keinen Beweis finden. Sicher ist: Es gab viel tätowierten Hochadel um 1900. Sogar Sisi, die Kaiserin von Österreich, war tätowiert, auf einer Italienreise ließ sie sich einen Anker auf die Schulter stechen.

EV: Wenn früher sogar der Adel tätowiert war, woher kommen dann bis heute die Vorurteile gegenüber Tattoos?

Wittmann: Die kamen erst durch eine Studie von 1876. Der italienische Kriminologe Cesare Lombroso untersuchte Gefängnisinsassen und stellte fest, dass überdurchschnittlich viele von ihnen tätowiert waren. Für ihn ergab sich daraus, dass alle Tätowierten kriminell sein müssen. Die Arbeit bekam viel Aufmerksamkeit. Das schwingt bis heute nach, zumindest in der westlichen Welt.

                                                                     Die Fragen stellte Tanya Falenczyk

Wofür Christian Warlichs Motive stehen, wie innovativ die Tattoo-Branche ist und ob es heute tatsächlich mehr tätowierte Menschen gibt als damals, lesen Sie im zweiten Teil des Gesprächs im ZEITmagazin Hamburg und hier mit Z+. Die Ausstellung "Tattoo-Legenden: Christian Warlich auf St. Pauli" ist noch bis 25. Mai 2020 im Museum für Hamburgische Geschichte zu sehen.

Was Sie heute erleben können

Mittagstisch:

Schaukeln in der Mittagspause

Wie gerne hätte man das neu eröffnete MaʼLoa gelobt und verteidigt gegen alle Bowl-Verächter, die die individuelle Vermengung verschiedener Zutaten in einer Schüssel als dramatischen Niedergang der Esskultur verstehen. Wie gern hätte man sie gefragt, wie man diese Köstlichkeit aus warmem Sushi-Reis und frischem Salat, aus knusprigen Erdnüssen, weichen Edamame und samtigem Lachs, verbunden in einer feinen Sesam-Soja-Soße (12 Euro) nicht mögen und als Affront gegen Fleisch und Fisch mit Beilagen verstehen kann. Gegen das Essen an sich ist auch nichts einzuwenden. Doch dann stellt sich heraus, dass die vermeintliche Keramikschüssel aus Plastik ist, ebenso wie die Grünpflanzen an der Decke, und der Smoothie nicht nur recht teuer für seine Größe (4,90 Euro), sondern, aufgrund des sich auflösenden Strohhalms und der nicht fertig pürierten Früchte, auch nur bedingt trinkbar. Immerhin: Vor den bodentiefen Fenstern hängen drei Schaukeln, auf denen man ein wenig hin- und herschwingen kann. 

Neustadt, Ma’Loa, Gerhofstraße 38, Mo–Sa, 11–21 Uhr

 

Elisabeth Knoblauch

Was geht

Der Westen und die Welt: Was es in der Praxis heißt, mit Liberalismus für eine freiheitliche Ordnung zu kämpfen, beschreibt Politikberater Thomas Kleine-Brockhoff in seinem Buch "Die Welt braucht den Westen". Heute Abend stellt er es im KörberForum vor. Kehrwieder 12, heute, 19 Uhr, Anmeldung online

Lucia feiert: Schon vor langer Zeit zelebrierte die schwedische Landbevölkerung Mitte Dezember das Ende der landwirtschaftlichen Arbeit; es begann das Weihnachtsfasten. Daraus entstand später das Luciafest, das die Hauptkirche St. Petri heute mit dem "Schwedischen Luciakonzert" würdigt.

Hauptkirche St. Petri, Mönckebergstraße, heute, 19.30 Uhr, 17 Euro

Was kommt

Musik und Malerei: Beim Format "Livepainting feat. Kammermusik" versuchen sich das Nichiteanu Trio und der Künstler Janus Hochgesand in der Kunst, aus Tönen ein Bild werden zu lassen. Werke von Dohnanyi, Schubert und Beethoven erklingen, ein abstraktes Bild entsteht.

Atelier Hochgesand, Möörkenweg 18g, So, 18–19.30 Uhr, 20 Euro

Nussknacker auf Spitze: Am Weihnachtsabend bekommt Clara einen Nussknacker. In der Nacht träumt sie von ihm: Er kämpft gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. "Bolschoi – Der Nussknacker", Übertragung des berühmten Tschaikowsky-Balletts.

Passage Kino, Mönckebergstraße 17, So, 14.30 Uhr, 29,50 Euro

Hamburger Schnack

Morgens beim Hundespaziergang. Eine Dame berichtet, dass sie sehr gerne im Klövensteen spazieren geht. "Da komme ich so richtig runter."
Ihre Gesprächspartnerin erwidert: "Ich bin immer unten, das brauche ich nicht."

Gehört von Anne-Maria Fleck

Meine Stadt

Oh! Socken! - Es ist wieder Zeit für Geschenke. © Michaela Daubert

Die heutige Ausgabe zum vertieften Lesen

Wie der Adventskranz seinen Weg in die Welt fand, ist ein Rätsel. Man weiß nur:  Erfunden wurde er in Hamburg – und der Erste Weltkrieg verhalf ihm zu  Popularität.

Derzeit sind bundesweit nur 43 Rechtsextreme als Gefährder gelistet. Aber es gibt offenkundig viel mehr. Das hat nun auch das Bundeskriminalamt verstanden – und will gegensteuern.

Der Denkmalschutz konnte einige Gebäude in Hamburg nicht vor dem Abriss retten. Bei der Schilleroper auf St. Pauli soll das anders laufen – auf Kosten der Eigentümerin.

Christian Warlich war der erste Tätowierer in Deutschland, der sich mit seiner Kunst einen Namen machte. Er begann 1919 auf St. Pauli. Seine Motive sind in einem neuen Bildband zu sehen. Ein Gespräch mit seinem Nachlassforscher