Hamburg (dpa/lno) - Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die Klage eines verurteilten somalischen Seeräubers zurückgewiesen, der gegen seine Ausweisung aus Deutschland vorgegangen war. Die Verfügung des Einwohnerzentralamtes sei rechtens und verhältnismäßig, entschied das Gericht am Mittwoch. Der Kläger habe sich 2010 an einem Piratenangriff auf ein Schiff mit deutscher Flagge beteiligt und damit eines Kapitalverbrechens schuldig gemacht. Diese Schuld des Somaliers werde durch die prekären Lebensumstände in seiner Heimat nicht relativiert. Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden. Das Landgericht Hamburg hatte den Somalier zusammen mit neun anderen 2012 zu Freiheitsstrafen verurteilt.

Verwaltungsgericht Hamburg