Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Staatsanwaltschaft wird ihre Ermittlungen gegen Linksfraktionschef Gregor Gysi wegen neuer Stasi-Vorwürfe aller Voraussicht nach nicht vor Ostern abschließen. Das sagte Behördensprecherin Nana Frombach am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Ermittler prüfen seit mehr als einem Jahr, ob der Politiker eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Es geht um die Frage, ob er als Anwalt in der DDR mit der Stasi zusammengearbeitet hat oder nicht. Die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und ein pensionierter Richter hatten Anzeige erstattet.

Die Stasi-Vorwürfe gegen den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag reißen seit Jahren nicht ab. Vor Gericht hat sich Gysi bisher stets erfolgreich gegen den Vorwurf gewehrt, er habe Mandanten in der DDR verraten oder ausspioniert.