Hamburg (dpa/lno) - Hamburg ist im Bundesländervergleich Spitzenreiter bei den Erstsemestern ohne Abitur oder Fachhochschulreife. Nicht-Abiturienten stellten dort 2012 einen Anteil von 4,54 Prozent unter den Studienanfängern, direkt dahinter kam Nordrhein-Westfalen mit 4,50 Prozent. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichen Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) der Bertelsmann-Stiftung hervor.

Deutschlandweit schrieben sich 2012 insgesamt 12 400 Nicht-Abiturienten erstmals für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule ein. Das sind fast doppelt so viele wie noch vor dem Öffnungsbeschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) im Jahr 2009. Damals waren die Länder übereingekommen, Meistern oder anderen beruflich Qualifizierten den Hochschulzugang erheblich zu erleichtern.

Gleichwohl ist nach den nun vorgelegten Zahlen der Anteil der Nicht-Abiturienten unter den Studienanfängern insgesamt noch immer äußerst gering. Bei rund 500 000 Erstsemestern machten die 12 400 Nicht-Abiturienten gerade einmal 2,5 Prozent der Neueinschreibungen aus (2011: 2,3 Prozent).

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