Hamburg (dpa/lno) - Das Winternotprogramm für Obdachlose in Hamburg ist am Dienstag zu Ende gegangen. Für die 780 Schlafplätze habe die Sozialbehörde rund 1,3 Millionen Euro bereitgestellt, hieß es in einer Mitteilung. Das Platzangebot an den 25 Standorten sei im Schnitt zu 90 Prozent genutzt worden.

"Der vergangene Winter war nicht so hart wie der vorangegangene Winter. Trotzdem war es richtig, die Platzkapazität aus den Erfahrungen der letzten Jahre von Anfang an deutlich zu erhöhen", erklärte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD). "Davon ging das Signal aus: Niemand muss im Winter auf der Straße schlafen."

Das Winternotprogramm war Ende Oktober vergangenen Jahres mit einem deutlich größeren Angebot als im Vorjahr gestartet. Zu Beginn des Winters 2012/13 waren es zunächst noch 250 Betten gewesen, die später wegen des Andrangs von Obdachlosen vor allem aus Osteuropa auf 900 erhöht werden mussten. Diesmal waren es von Beginn an 700 Plätze, 80 weitere kamen im Laufe des Winters hinzu.

Das Winternotprogramm war 1992 ins Leben gerufen worden, um Menschen vor Erfrierung zu schützen.

Winternotprogramm