Hamburg (dpa/lno) - Im Mordprozess um die tödliche Messerattacke auf eine 47-jährige Frau hat der angeklagte Ex-Mann des Opfers auch am zweiten Verhandlungstag vor dem Hamburger Landgericht geschwiegen. Wortlos hörte sich der 52-jährige Angeklagte am Donnerstag im Gerichtssaal Aufzeichnungen von Notrufen an, in denen Nachbarn des Opfers aufgeregt von einer Messerstecherei berichteten. Zum Prozessauftakt hatte die Verteidigung noch eine Stellungnahme ihres Mandanten für den zweiten Termin angekündigt. Dem Lageristen wird vorgeworfen, seine Ex-Frau im Oktober 2013 in ihrer Wohnung in Hamburg-Hamm in den Keller gelockt und erstochen zu haben. Die damals 47-Jährige starb tags darauf. Der Angeklagte habe "aus Wut und Verärgerung" gehandelt, weil er der psychotherapeutischen Behandlung einer gemeinsamen Tochter zustimmen sollte. Er befindet sich in Untersuchungshaft.