Hamburg (dpa/lno) - Coach Martin Schwalb vom Handball-Bundesligisten HSV Hamburg sieht im personellen Umbau die Ursachen für den bislang unbefriedigenden Saisonverlauf. "Wir hatten den größten Umbruch aller Bundesliga-Mannschaften. Sechs Spieler, nicht die schlechtesten, haben uns vergangenen Sommer verlassen, acht neue mussten wir danach integrieren. Das braucht Zeit", sagte Schwalb im Interview dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstag). Der HSV ist als Titelverteidiger bereits im Viertelfinale der Champions League gescheitert und hat zudem die Endrunde im DHB-Pokal in heimischer Halle verpasst.

Der Kader mit 19 Spielern ist der größte in der Bundesliga. Schwalb gesteht Probleme ein, "die Spielanteile auf 19 statt auf 14 Spieler zu verteilen. Das haben wir vielleicht unterschätzt." Kritik an seinen Aufstellungen weist er allerdings zurück: "Es ist großartig, wenn sich viele Leute Gedanken über uns machen, aber ich behaupte nun mal, dass ich den besten Einblick in die Struktur des Teams habe."

In der kommenden Saison soll der Kader verkleinert werden. Bislang stehen zehn Spieler unter Vertrag. Sollte der Kader künftig nicht den Anforderungen entsprechen, "müssen wir nur die Ansprüche der Wirklichkeit anpassen", erklärte der Trainer. Die Höhe des Budgets für das kommende Spieljahr kenne er nicht, bekannte Schwalb.