Hamburg (dpa/lno) - Kinder aus armen Familien haben in Hamburg im vergangenen Jahr mehr Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Die Nachfrage stieg um 11 Prozent von 30,9 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 34,7 Millionen Euro im Jahr 2013, bestätigte der Sprecher der Behörde für Arbeit und Soziales, Marcel Schweitzer, am Dienstag einen Bericht des Radiosenders NDR Info. Der Eigenanteil der Stadt Hamburg stieg sogar um 52 Prozent von 4,3 auf 8,2 Millionen Euro. "Wir haben eine starke Nachfrage im soziokulturellen Bereich", sagte Schweitzer. Das heißt, viele Kinder beziehungsweise ihre Eltern beantragen Unterstützung für Sportvereine und Ähnliches.

Auch bundesweit ist das Paket mittlerweile stärker gefragt. Die Ausgaben der Länder dafür stiegen binnen Jahresfrist um 8,9 Prozent auf insgesamt etwa 483 Millionen Euro, berichtete der NDR nach einer Umfrage unter allen Bundesländern. Grund sei, dass 2013 deutlich mehr Eltern für ihre Kinder Leistungen - etwa für kostenloses Mittagessen, Schulausflüge, Mitgliedschaft im Sportverein oder Nachhilfe - beantragten als noch im Vorjahr. Die Länder gaben damit rund 40 Millionen Euro mehr aus als vom Bund veranschlagt.

Info zum Bildungs- und Teilhabepaket