Gütersloh/Hamburg (dpa/lno) - Hamburg ist bei der Integration von Schülern mit Förderbedarf nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung auf einem guten Weg. Demnach besucht hier rund jeder zweite Förderschüler (54 Prozent) eine Regelschule. Bundesweit liegt Hamburg damit weit über dem Durchschnitt (28,2 Prozent). Vor fünf Jahren ging erst jeder siebte Förderschule in der Hansestadt eine Regelschule (14,5 Prozent).

"Hamburg macht bei der Umsetzung der Inklusion weiterhin große Fortschritte", erklärte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, die am Mittwoch ihren aktuellen "Datenreport Inklusion" veröffentlichte. Zugleich gehen immer weniger Schüler auf Sonderschulen. Insgesamt gab es 2012/13 bis zur zehnten Klasse rund 12 000 Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf in Hamburg. Die Förderquote liege mit 8,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (6,6 Prozent), hieß es. Fünf Jahre zuvor betrug sie 5,7 Prozent.

Seit 2010 dürfen auch Sonderschüler Regelschulen besuchen. Die Anmeldungen an Sonderschulen sinken seitdem. Gleichzeitig steigen die Meldungen über Schüler mit Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung an allgemeinen Schulen überproportional. Im Auftrag der Schulbehörde analysieren Wissenschaftler die Gründe für den Anstieg.

Bertelsmann Stiftung