Hamburg (dpa/lno) - Das Finanzgericht Hamburg verhandelt heute drei Klagen von Hotelbetreibern gegen die umstrittene Bettensteuer. Hamburg hatte die Kultur- und Tourismustaxe gegen den entschiedenen Widerstand der Hotelbranche Anfang vergangenen Jahres eingeführt. In einem vorläufigen Verfahren hatte die Hotelbranche vor einem Jahr eine erste juristische Niederlage kassiert. Ob in den drei Hauptsacheverfahren am Mittwoch gleich eine Entscheidung verkündet wird, ist unklar.

Pro Übernachtungsgast erhebt Hamburg eine Steuer zwischen 50 Cent (bei einem Übernachtungspreis bis 25 Euro pro Zimmer) und vier Euro (bei einem Übernachtungspreis bis 200 Euro pro Zimmer) pro Tag. 2013 flossen dadurch nach Angaben der Finanzbehörde knapp neun Millionen Euro in die Stadtkasse. Das Geld soll für die Kultur- und Tourismusförderung eingesetzt werden. Ähnliche Steuern gibt es in Deutschland zum Beispiel in Köln und Berlin, in Europa auch in Paris, Rom und Barcelona.