Hamburg (dpa) - Weiter warten auf die geplante Fusion der Container-Reederei Hapag-Lloyd und des chilenischen Konkurrenten CSAV: Bis zum Mittwochnachmittag gab es keine offizielle Bestätigung für Medienberichte, wonach eine Vertragsunterzeichnung bevorstehen sollte. Durch den Zusammenschluss beider Unternehmen aus Hamburg und Valparaíso entstünde die weltweit viertgrößte Containerreederei. Unternehmenssprecher haben entsprechende Berichte nicht kommentiert.

Seit Monaten arbeiten die beiden Unternehmen daran, die viertgrößte Reederei hinter den Branchenriesen Maersk, MSC und CMA CGM zu bilden. CSAV erreicht im Containerbereich mit mehr als 50 Schiffen einen Umsatz von rund drei Milliarden Dollar. Damit rangiert das Unternehmen weltweit unter den Reedereien auf Platz 20. Hapag-Lloyd mit rund 150 Schiffen ist ungefähr dreimal so groß und momentan auf Platz sechs. Die Schifffahrtsbranche ist seit Jahren von einer Krise gezeichnet. Beide Unternehmen wiesen für 2013 rote Zahlen aus. Von einer Fusion erhoffen sich beide Kosten von 300 Millionen Dollar einzusparen.