Hamburg (dpa) - Trotz Verbindlichkeiten von knapp 100 Millionen Euro rechnet Clubchef Carl Jarchow vom Hamburger SV fest mit dem endgültigen Erhalt der Spielberechtigung für die kommende Saison. "Wir werden die Bedingungen für den Erhalt der Lizenz innerhalb der vorgegebenen Frist erfüllen", erklärte der HSV-Vorstandsvorsitzende auf der Club-Homepage, ohne näher auf die Bedingungen einzugehen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am Dienstag mitgeteilt, dass alle 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga die erste Hürde des Lizenzierungsverfahrens überstanden haben. Einige der insgesamt 49 Bewerber müssen bis Ende Mai aber noch Bedingungen erfüllen - darunter der HSV. Auf das Recht, bis 29. April Beschwerde gegen diese Erstentscheidungen einzulegen, will der HSV verzichten. "Das bringt wenig", sagte Jarchow der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

Zuletzt hatte der FDP-Politiker erklärt, selbst im Falle eines Abstiegs keine Lizenzprobleme zu erwarten. Er räumte aber ein, dass der HSV als Zweitligist seinen Kader abspecken müsste.

Am 7. Mai fällt die DFL eine zweite Entscheidung, gegen die innerhalb von fünf Tagen erneut Beschwerde eingelegt werden kann. Am 15. Mai tagt dann erstmals der Lizenzierungsausschuss, der zwei Wochen später auch die endgültigen Entscheidungen über die Lizenzvergaben fällt.

HSV-Mitteilung

Mitteilung der DFL