Stade (dpa) - Nach den tödlichen Schüssen auf einen jungen Räuber muss sich seit Mittwoch ein 80-Jähriger wegen Totschlags vor dem Landgericht Stade verantworten. Die Anklage wirft dem Rentner vor, 2010 einen 16-Jährigen erschossen zu haben, der ihn mit anderen jungen Männern in seinem Haus in Sittensen überfallen hatte. Das Gericht muss prüfen, ob der Fall als Notwehr oder Totschlag zu werten ist. Der Verteidiger beantragte zu Beginn, den Prozess auszusetzen, weil sein Mandant verhandlungsunfähig sei. Der Anwalt legte ein Attest vor, das die psychische Situation des Rentners als schlecht beurteilt. Der Angeklagte brach daraufhin in einen Weinkrampf aus.

Pressemitteilung des Landgerichts