Hamburg (dpa/lno) - Fußball-Bundesligist Hamburger SV geht selbst bei Abstieg von einem Verbleib des Mittelfeldspielers Hakan Calhanoglu aus. "Er ist der Spieler der Zukunft, der die größten Perspektiven hat. Wir wären sicherlich schlecht beraten, ihn verkaufen zu müssen", sagte HSV-Vorsitzender Carl Jarchow bei NDR 90,3. Man habe mit ihm außerdem einen langfristigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel gegeben. "Und er ist auch in der 2. Liga finanzierbar."

Rekordmeister Bayern München wolle den Deutsch-Türken entgegen Medienmeldungen nicht verpflichten. "Ich habe mit Karl-Heinz Rummenigge telefoniert und er hat mir bestätigt, dass man nicht an dem Spieler interessiert ist", sagte Jarchow und meinte, Calhanoglu bleibe definitiv beim HSV. Andere teuere Profis müssten bei Abstieg allerdings verkauft werden, um "die Budget-Kosten für den Bundesliga-Kader dramatisch zu reduzieren". Der derzeit etwa 43 Millionen Euro teure Kader soll dann um die Hälfte gekürzt werden.

Interview Jarchow