Hamburg (dpa/lno) - Torwartlegende Uli Stein kann seinen Nachfolgern beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV derzeit nicht viel Positives abgewinnen. "Beim HSV gibt es keine Führungsspieler. Die sprechen nicht miteinander. Das ist eine leblose Mannschaft", sagte der frühere Schlussmann nach dem 0:0 im ersten Relegationsspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Der HSV habe zwar die besseren Einzelspieler, "aber vom Teamgeist war Fürth klar überlegen".

Kapitän Rafael van der Vaart kam ebenfalls nicht gut weg bei dem 59 Jahre alten gebürtigen Hamburger. "Wenn van der Vaart sagt, man habe alles gegeben, aber gegen starke Fürther hätte es für mehr nicht gereicht, ist das ein Armutszeugnis", schimpfte Stein, der in 252 Spielen für die Hanseaten im Tor stand. Am meisten habe ihn erschrocken, "dass der Zweitligist mehr Kondition hatte als der Erstligist". Dennoch schreibt er die Hamburger für das Rückspiel nicht ab: "Das einzig Positive ist das Ergebnis." Ein 1:1 würde den Hamburgern reichen für einen Verbleib in der Bundesliga.