Oslo (dpa) - Eine in Norwegen getötete Deutsche ist in Forsand im Süden des Landes beigesetzt worden. Die Leiche der 36-Jährigen war vor rund sechs Wochen aus einem Fjord geborgen worden. Ihr Mann, ebenfalls ein Deutscher, hatte gestanden, seine Frau getötet zu haben. Die Familie war 2008 aus der Umgebung von Hamburg nach Norwegen ausgewandert.

Das Motiv ist bisher unklar. Nachbarn und Kollegen hatten Medien gegenüber berichtet, die Mutter zweier Kinder habe sich von ihrem Mann trennen wollen. Kurz vor Ostern war sie verschwunden. Ihr Mann hatte sie drei Tage später als vermisst gemeldet.

Nach einer tagelangen Suche war die Leiche der Frau schließlich im Lysefjord in 70 Metern Tiefe gefunden worden. Die Polizei geht von einem geplanten Mord aus. Der 34-jährige Ehemann sitzt in Untersuchungshaft.

Die sieben und elf Jahre alten Kinder sollen nun bei Pflegeeltern in Norwegen untergebracht werden. Zusammen mit der Familie habe man entschieden, die Kinder da zu lassen, wo sie die meiste Zeit ihres Lebens verbracht und wo sie die meisten Erinnerungen an ihre Mutter haben, hieß es zur Begründung.

TV2