Hamburg (dpa/lno) - Einen Tag nach Auseinandersetzungen zwischen Lampedusa-Flüchtlingen und der Polizei vor dem Hamburger Rathaus haben mehrere hundert Unterstützer in der Hansestadt demonstriert. Die Polizei sprach am Freitagabend von etwa 700 Teilnehmern der nicht angemeldeten Kundgebung.

Die Demonstranten zogen später in kleineren Gruppen zwischen den Vierteln St. Pauli und Schanzenviertel hin und her. Nach Angaben der Polizei flogen vereinzelte Böller, Flaschen und Steine. "Ein Polizist wurde leicht verletzt", sagte eine Sprecherin. Zwei Demonstranten seien festgenommen worden. Die Polizei setzte einen Wasserwerfer ein.

Bei der Demonstration am Donnerstag vor dem Rathaus hatten rund 50 afrikanische Flüchtlinge und ihre Unterstützer für ein Bleiberecht als Gruppe mit einem stillen Protest demonstriert. Später verliehen sie ihren Forderungen lautstark Nachdruck. Die Polizei setzte bei einem Gerangel Pfefferspray ein. Als Grund gab die Polizei an, dass die Demonstranten die Bannmeile um das Rathaus nach Aufforderung nicht verlassen hätten. Nach Ansicht der Linken war der Polizeieinsatz teils unverhältnismäßig.

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