Hamburg (dpa) - Acht Journalisten aus Osteuropa sind am Donnerstag im Hamburger Rathaus mit dem Gerd-Bucerius-Förderpreis geehrt worden. "Ein Journalist muss bei uns nicht einfach nur mutig, sondern pathologisch tollkühn sein", sagte der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowitsch in seiner Laudatio mit Blick auf gewalttätige Übergriffe auf Journalisten, auf Mord und Verfolgung: "Daher ist es so wichtig, das wertzuschätzen, was diese pathologischen Überzeugungstäter tun. Ich freue mich, dass man hier, in Hamburg, ihre Mühen sieht und würdigt."

Die Zeit-Stiftung vergibt die mit insgesamt 80 000 Euro dotierten Auszeichnungen zusammen mit der norwegischen Stiftung Fritt Ord. Die Förderpreise gehen in diesem Jahr an: Maria Eismont und den Sender Dozhd TV aus Russland, Yulia Mostova, Mustafa Nayyem und Tetjana Tschornowol aus der Ukraine, Alexander Klaskowski aus Belarus, den Internet-Sender Objective TV aus Aserbaidschan und das Nachrichtenportal Epress.am aus Armenien. Beide Stiftungen wollen dort, wo Regierungen, Oligarchen, Interessengruppen und wirtschaftlicher Druck die Informationsfreiheit massiv einschränken, unabhängigen Journalismus unterstützen.

Zeit-Stiftung