Oslo (dpa) - Die Anklage gegen einen Deutschen, der seine Frau getötet und in einem Fjord in Norwegen versenkt hat, wird ausgeweitet. Die Polizei in Stavanger an der Westküste des Landes teilte am Freitag mit, dass gegen den 34-Jährigen nun wegen vorsätzlichen Mordes ermittelt werde. Die Ermittler sind sich sicher, dass der Deutsche, der mit seiner Familie von Hamburg nach Norwegen ausgewandert war, den Mord an seiner Frau geplant hat.

Der zweifache Familienvater hatte in Verhören angegeben, er habe seine Frau auf deren Wunsch hin getötet. "Wir halten die Aussage aber nicht für glaubwürdig", sagte Polizeisprecherin Kristin Nord-Varhaug.

Nach Informationen der Zeitung "Verdens Gang" soll er Tage vor der Tat im Internet gesucht haben: "Wie versenke ich eine Leiche?". Ebenfalls soll er kurz zuvor ein Gummiboot und eine Plane gekauft haben, mit der er seine Frau später im Lysefjord in 70 Meter Tiefe versenkt hatte.

Als Motiv vermutet die Polizei Beziehungsprobleme. Die Frau wollte sich offenbar von ihrem Mann trennen und mit den beiden Kindern wegziehen. Die Kinder sind nun bei norwegischen Pflegeeltern untergebracht.

Verdens Gang