Hamburg (dpa) - Rund 600 Journalisten tauschen sich heute und morgen (4./5. Juli) in Hamburg über ihre Arbeit im Lichte der NSA-Affäre aus. Sie werden zur Jahreskonferenz des Vereins Netzwerk Recherche erwartet. Im Jahr nach den Snowden-Enthüllungen wird der Geheimdienst-Skandal dabei eine wichtige Rolle spielen. Unter anderem soll Sarah Harrison von Wikileaks sprechen, die Edward Snowden bei der Flucht nach Moskau half. Ein weiteres Thema ist die digitale Arbeit von Journalisten: Es gibt Diskussionen über die Darstellung von Daten und darum, ob Drohnen etwa für Fotoaufnahmen genutzt werden sollten.

Das Motto der Konferenz lautet "You'll never walk alone" und soll einerseits auf Überwachung durch Geheimdienste anspielen, aber auch auf die zunehmende Zusammenarbeit von Journalisten über verschiedenen Medien hinweg. Am Samstag verleiht das Netzwerk Recherche den Negativpreis "Verschlossene Auster", der an Institutionen oder Menschen vergeben wird, die eine Veröffentlichung von Informationen verhindern.

Jahreskonferenz des Netzwerk Recherche

Netzwerk Recherche