Hamburg (dpa/lno) - Der schleswig-holsteinische Hafen Brunsbüttel an der Elbe will in Deutschland eine Vorreiterrolle für den Einsatz von Flüssiggas (LNG) einnehmen. Neben einer geplanten LNG-Tankstelle für die Schifffahrt ist für den Geschäftsführer des Hafens, Frank Schnabel, der Ausbau dieser Bunkerstation zu einem LNG-Terminal auch für die Industrie nur folgerichtig. "Angesichts der Ukraine-Krise und der damit verbundenen unsicheren Pipeline-Gasversorgung bietet die Entwicklung von LNG am Standort Brunsbüttel eine Chance für die Region mit bundesweiter Bedeutung", sagte Schnabel der dpa. Ein solches Terminal mit Lagerkapazitäten bis zu 500 000 Kubikmetern Flüssiggas würde nach seinen Angaben Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro erfordern. Er wolle für Unterstützung auf Bundesebene werben.