Hamburg (dpa/lno) - In einem Prozess um den Handel mit fast 950 Kilo hochreinem Kokain hat das Hamburger Landgericht einen Angeklagten zu sieben Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Die Richter verkündeten den Urteilsspruch am Mittwoch, wie Gerichtssprecherin Ruth Hütteroth sagte. Das Verfahren gegen insgesamt zehn Beschuldigte läuft bereits seit einem Jahr. Fünf von ihnen waren schon im April schuldig gesprochen worden, gegen die restlichen vier Angeklagten geht der Prozess weiter.

Die Männer waren laut Anklage Teil einer Bande, die seit Februar 2012 knapp 950 Kilo Kokain auf dem Gelände einer Firma in der Nähe des Hafens gelagert haben soll - und die Drogen dann zu Preisen zwischen 30 000 und 32 000 Euro pro Kilo weiterverkaufte. Das Unternehmen wurde demnach von einem der zehn Angeklagten betrieben. Das Rauschgift war aus Mittel- und Südamerika nach Hamburg geliefert worden, es war in 30 großen Stahlrädern versteckt. Im November 2012 hatten die Ermittlungsbehörden rund 270 Kilo Kokain und etwa 1,2 Millionen Euro Drogengelder beschlagnahmt.

Fünf Angeklagte, die vor Gericht Geständnisse abgelegt hatten, waren im April verurteilt worden. Die höchste Haftstrafe lag bei elf Jahren und drei Monaten, die niedrigste bei viereinhalb Jahren.