Hamburg (dpa/lno) - Mit der Verlesung der Anklage hat am Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht der sogenannte Koffermord-Prozess begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 20 Jahre alten Angeklagten Totschlag vor. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder soll er seinen Vater im Oktober vergangenen Jahres nach einem Streit getötet haben.

Anschließend sollen die Brüder die Leiche in ein Laken gewickelt und in einen großen Koffer gepackt haben. Mit einem Taxi fuhren sie laut Staatsanwaltschaft zu einem Teich im Hamburger Stadtteil Sinstorf. Dort versenkten sie demnach das Gepäckstück. Im Februar entdeckten Pfadfinder dort den Koffer und machten den grausigen Fund.

Der 27 Jahre alte Bruder des Angeklagten halte sich in Mazedonien auf und werde nicht ausgeliefert, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Prozess wurde nach der Anklageverlesung unterbrochen und wird Mitte September fortgesetzt.