Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs CDU-Bürgerschaftsfraktion setzt im Kampf gegen den täglichen Stau auf den Straßen der Hansestadt auf Hochtechnologie. "Unsere Vision ist es, dass Fahrzeuge künftig miteinander kommunizieren und auch mit Ampeln vernetzt sind", sagte der CDU-Verkehrsexperte Klaus-Peter Hesse am Donnerstag im Rathaus am Rande einer Ausstellung mit Anbietern von Verkehrsmanagementsystemen. Durch solche Techniken würde die Zahl der Unfälle sinken, der Verkehr flüssiger fließen und auch die Lärm- und Umweltbelastung abnehmen, ist die CDU-Fraktion überzeugt. Fraktionschef Dietrich Wersich betonte, dass der Datenschutz bei all den Techniken beachtet werde. Politisch sei keinesfalls gewollt, "dass andere wissen, wo wir sind".

Heute werde der Verkehrsraum in der Stadt nicht sinnvoll genutzt, sagte Hesse. Gleichzeitig warf er dem SPD-Senat vor, noch nicht einmal zu wissen, wo genau es auf Hamburgs Straßen hakt. "Nur wenn man weiß, wo Staus sind, nur wenn man weiß, welche Auswirkungen Baustellen haben auf den Straßenverkehr, nur dann wird man die richtigen Antworten geben können und die richtigen politischen Entscheidungen treffen können", sagte Hesse. Erneut forderte er den Senat auf, den Verkehr durch bereits erhältliche Technologien in Echtzeit darstellen und analysieren zu lassen. Zuletzt war die CDU mit einem entsprechenden Antrag in der Bürgerschaft gescheitert.