Hamburg (dpa/lno) - Die indische Wissenschaftlerin Amrita Narlikar von der Universität Cambridge wird neue Präsidentin des German Institute of Global and Area Studies (Giga) in Hamburg. Sie trete ihr Amt am 1. Oktober an und lehre zudem als Professorin an der Universität Hamburg Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, teilte das Institut am Mittwoch mit.

Das GIGA analysiert nach eigenen Angaben als unabhängiges, sozialwissenschaftliches Institut politische, ökonomische und soziale Entwicklungen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Nahost. Auf dieser Basis berate es Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das im deutschen Sprachraum Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien genannte Giga hat rund 160 Beschäftigte und wird finanziert vom Auswärtigen Amt, der Hamburger Wissenschaftsbehörde und den anderen Bundesländern.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nannte Narlikar "eine exzellente Wissenschaftlerin mit großer internationaler Expertise". Das Giga leiste seit 50 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung deutscher Außenpolitik. Er freue sich, "die gute Zusammenarbeit zwischen dem Auswärtigen Amt und dem GIGA fortzusetzen und mit der neuen Präsidentin künftig noch weiter ausbauen zu können". Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) sagte, Narlikars wissenschaftliches Profil passe hervorragend zum Giga.

Narlikar selbst nannte es eine Ehre, die Leitung des Giga zu übernehmen. "Das Giga ist bereits ein internationales Institut mit Weltruf." Als wahrscheinlich einzige Einrichtung habe es das Wissen, "die Ansichten von Akteuren außerhalb des sogenannten Westens zu verstehen und den Einfluss der neuen, aufstrebenden Mächte einzuschätzen". Neben der Forschung sei für Narlikar besonders der enge Kontakt zur deutschen Politik reizvoll. "Ich freue mich auf eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg."

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