Kiel (dpa/lno) - Beim bundesweiten "Blitz-Marathon" sind in Schleswig-Holstein von fast 100 000 überprüften Fahrzeugen fast 4650 zu schnell gewesen. Die Quote von 4,7 Prozent lag damit etwas unter dem Ergebnis des Vorjahres von rund 5 Prozent, berichtete die Polizei am Freitag. Der Wert sei damit weniger als halb so hoch wie an durchschnittlichen Tagen. Die Polizei führte dies darauf zurück, dass die Messstellen bekanntgemacht wurden. Im Land waren es insgesamt 104. Beteiligt waren die Landespolizei sowie der größte Teil der Kreise und kreisfreien Städte.

Exakt 98 581 Fahrzeuge wurden überprüft, 4644 waren zu schnell unterwegs. Leider seien Autos auch vor Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen öfter zu schnell gefahren, gab die Polizei an. Innerorts wurden bei erlaubtem Tempo 50 insgesamt 2124 Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit gemessen. Der schnellste war mit 119 km/h unterwegs. In Tempo-30-Zonen übertrafen 1445 Fahrer die Vorgabe. Der Höchstwert war hier 72 km/h. Nach Einschätzung der Polizei wurde das Ziel der Aktion erreicht, das Geschwindigkeitsniveau zu senken und den Fahrern bewusst zu machen, wie gefährlich zu hohes Tempo sein kann.

Messstellen in Schleswig-Holstein