Hamburg (dpa/lno) - Der Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zum Fall des nach Misshandlungen gestorbenen Mädchens Yagmur hat weiter an seinem Abschlussbericht gefeilt. Das Gremium ging dabei am Montag detailliert das vom Arbeitsstab vorgelegte Papier durch. Die Linken fehlten bei der 16. Ausschusssitzung, weil sie den gemeinsamen Bericht nach eigenen Angaben nicht mittragen und ein eigenes Papier vorlegen wollen. Die am Dienstag vor einer Woche begonnenen Beratungen des Abschlussberichts sollen am 21. November fortgesetzt werden.

Der Ausschuss will mögliche Versäumnisse von Jugendämtern und Behörden vor dem Tod der dreijährigen Yagmur im Dezember 2013 möglichst genau aufarbeiten. Das Gremium hatte seine Arbeit im März aufgenommen und zahlreiche Zeugen befragt, darunter Sozialarbeiter, Ärzte und Behördenmitarbeiter. Den fertigen Abschlussbericht möchte der Ausschuss am 18. Dezember, dem Todestag von Yagmur, vorlegen.

Yagmur war mutmaßlich durch die Hand ihrer Mutter an den Folgen von Misshandlungen gestorben, obwohl das Kind seit seiner Geburt von insgesamt drei Jugendämtern betreut worden war. Yagmurs 27 Jahre alte Mutter muss sich derzeit wegen Mordes vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Der ein Jahr jüngere Vater des Kindes ist angeklagt, weil er das Mädchen nicht geschützt haben soll.

Untersuchungsausschuss