Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger Fußball-Verband hat eine Untersuchung auf Spielmanipulation für Oberliga-Spiele aus der vergangenen Saison eingeleitet. Der Spielausschuss der Herren werde alle Beteiligten zu Gesprächen vorladen, die sich in der Öffentlichkeit bisher geäußert haben, bestätigte HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki am Montag der Nachrichtenagentur dpa: "Wir werden sehen, ob jemand bereit ist, Namen zu nennen." Nach Unregelmäßigkeiten in Bremen und Mittelrhein sollen nun auch in Hamburg Spieler auf den Ausgang eigener Spiele gewettet haben.

Wie der NDR berichtete, habe der Wettanbieter Tipico bereits reagiert und den Maximaleinsatz auf Partien der Hamburger Oberliga von 250 auf 50 Euro reduziert. Möglicherweise sollen Oberliga-Begegnungen ganz aus dem Programm genommen werden. Das Unternehmen würde damit dem Wunsch des HFV und vieler Trainer nachkommen.

"Ich finde es gut, dass viele sensibilisiert sind und dass es harte Strafen gibt, wenn Manipulationen nachgewiesen werden sollten", sagte Byernetzki. Darüber habe dann das HFV-Sportgericht zu entscheiden. Es werde aber schwierig sein, betroffene Spieler zu überführen, weil viele anonym wetteten.

NDR-Bericht