Hamburg (dpa) - Forscher des Hamburger Universitätsklinikums haben am Montag mit der Erprobung eines Impfstoffes gegen die verheerende Ebola-Seuche begonnen. Der von der Weltgesundheitsorganisation WHO gelieferte Impfstoff solle in den nächsten sechs Monaten an zunächst 30 Freiwilligen getestet werden, teilte das Klinikum mit. Tests an Tieren seien erfolgreich verlaufen. Es bestehe keine Gefahr, dass sich die Freiwilligen tatsächlich mit Ebola infizieren könnten, betonten die Ärzte. In der ersten Phase der Klinischen Studie soll vorrangig die Verträglichkeit des Wirkstoffs erforscht werden, aber auch die Wirkweise im menschlichen Körper.

Der Impfstoffkandidat "rVSV-ZEBOV" soll bereits nach einer einzigen Dosis schützen. Er habe zudem Potenzial, auch unmittelbar nach einer erfolgten Ebola-Infektion zu wirken, hieß es. In dieser Woche wollten auch Wissenschaftler des Universitätsklinikums Tübingen in Gabun beginnen, das Mittel an Freiwilligen zu testen.