Hamburg (dpa/lno) - Mit einer stabilen Abwehr und mit vollem Engagement will sich der abstiegsgefährdete FC St. Pauli in der 2. Fußball-Bundesliga aus dem größten Schlamassel befreien. "Meine Spieler sind sich bewusst um die Situation, aber jede Partie birgt auch eine neue Chance in sich. Die Jungs sehen, dass sie ganz dicht dran sind und dass es klappen wird, wenn sie noch eine Schippe drauflegen", sagte Trainer Thomas Meggle am Donnerstag in Hamburg anlässlich des Spiels beim VfL Bochum (Freitag, 18.30 Uhr/Sky live).

In Bochum gehe es vor allem um die Festigung der Defensive. "Der Fokus ist ganz klar auf die Abwehrarbeit ausgerichtet. Wir müssen es schaffen, dass die Null steht, dann kann man zumindest nicht verlieren", sagte der 39 Jahre alte Coach. Er beschrieb den Gegner aus dem Ruhrrevier als "eine kleine Wundertüte". Angesichts der ständigen Aufs und Abs beim VfL eine durchaus passende Beschreibung.

Für die Kiez-Kicker ist die sportliche Lage hingegen sehr bedrohlich. Mit mageren zwölf Punkten aus 15 Spielen stehen sie in der Tabelle auf dem letzten Platz. 32 Tore hat St. Pauli bislang schon kassiert, das ist der Negativwert der Spielklasse. Selbst getroffen haben die Braun-Weißen, die fünf ihrer letzten sechs Ligaspiele verloren, erst 15 Mal. Der letzte Sieg datiert vom 4. Oktober, damals gelang im Millerntor-Stadion ein 3:0 gegen den 1. FC Union Berlin.

Ähnlich prekär war die sportliche Situation für die Hanseaten zuletzt vor zwölf Jahren. Damals stieg der FC St. Pauli am Ende der Saison 2002/03 in die 3. Liga ab. Verzichten muss Meggle in Bochum auf Enis Alushi (Arm-Operation) und Sascha Görlitz (Schmerzen im Mittelfuß).

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