Hamburg (dpa/lno) - In einer gemeinsamen Anstrengung wollen die Stadt und das Erzbistum Hamburg sowie der Malteser Hilfsdienst die katholische St.-Maximilian-Kolbe-Kirche im Stadtteil Wilhelmsburg retten. "Mit ihrer markanten Spiralform ist die Kirche ein wichtiges städtebauliches Wahrzeichen", erklärte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) am Montag.

An der 900 000 Euro teuren Sanierung des erst 40 Jahre alten Betonbaus beteiligt sich der Bund mit 400 000 Euro, das Denkmalschutzamt der Stadt mit 350 000 Euro und das Erzbistum mit 100 000. Der Rest kommt von einem Sponsor und der Hamburger Stiftung Denkmalpflege. Die Malteser sind neue Eigentümer der Kirche und wollen das Gebäude für soziale Angebote in dem von vielen Migranten bewohnten Stadtteil nutzen. Ein kleiner Gottesdienstraum soll aber erhalten bleiben.

Benannt ist die Kirche nach dem polnischen Priester Maximilian Kolbe, der 1941 im KZ Auschwitz ermordet wurde. Er hatte sich bei einer Strafaktion geopfert, um einen mitgefangenen Familienvater zu retten. Papst Johannes Paul II sprach ihn 1982 heilig.