Kiel/Hamburg (dpa/lno) - Für den Bau der S-Bahn zwischen Hamburg und Kaltenkirchen ist eine zentrale Bedingung erfüllt. Der volkswirtschaftliche Nutzen sei 1,12 mal größer als die Kosten und jeder eingesetzte Euro verzinse sich quasi mit 12 Prozent, teilten Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und sein Hamburger Amtskollege Frank Horch (parteilos) am Montag nach einem Treffen in der Hansestadt mit. Ein positiver Kosten-Nutzen-Faktor ist erforderlich, damit Schieneninfrastrukturprojekte aus Bundesmitteln förderfähig sind.

Ein Gutachter hatte im Auftrag beider Länder das Projekt bewertet. Die Analyse ging von drei Annahmen aus: Erstens, dass die Strecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen vollständig zweigleisig ausgebaut wird, zweitens die S 21 künftig durchgängig vom Hamburger Hauptbahnhof über Eidelstedt bis nach Kaltenkirchen fährt und drittens eine neue Linie S 32 zwischen Elbgaustraße und Hamburg Hauptbahnhof zur Hauptverkehrszeit verkehrt.

Jetzt könnten die weiteren Planungsschritte für die S21 vollendet werden, betonten Meyer und Horch. Die AKN Eisenbahn AG erhielt bereits im März 2014 den Auftrag zur Entwurfsplanung. Im Spätsommer 2015 sollen die Planfeststellungsverfahren beginnen.