Hamburg (dpa/lno) - Die Spitzenkandidaten der Grünen für die Bürgerschaftswahl in Hamburg haben Bedingungen für eine Koalition mit der SPD gestellt. Unter anderem würden mehr Investitionen in Radverkehr und Klimaschutz gebraucht, sagte Fraktionschef Jens Kerstan dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstag). "Auch das Spardiktat der SPD an den Hochschulen muss fallen." Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) dränge die Grünen zudem in eine wirtschaftsfeindliche Ecke, sagte Kerstan. Spitzenkandidatin Katharina Fegebank forderte ein Referendum über den Bau einer Stadtbahn. "Wir (...) werden uns nicht jetzt schon im Wahlkampf der SPD an den Hals werfen", sagte sie.

Laut Umfragen könnte die SPD bei der Wahl am 15. Februar 2015 ihre absolute Mehrheit verlieren, die Grünen kämen auf etwa 14 Prozent der Stimmen. Für Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wären die Grünen die erste Wahl für mögliche Koalitionsverhandlungen.

Interview "Hamburger Abendblatt"