Leipzig (dpa/lno) - Der Deutsche Handballbund hat die Konsequenzen aus dem schwachen EM-Abschneiden gezogen und den Vertrag mit Heine Jensen aufgelöst. Der Frauen-Bundestrainer sei in beiderseitigem Einvernehmen rückwirkend zum 31. Dezember 2014 von seinen Aufgaben entbunden, hieß es. "Wir haben eine mit Platz zehn enttäuschende Europameisterschaft hinter uns. Noch in Zagreb und in den Tagen danach haben wir mit den Trainern und Spielerinnen gesprochen und dabei die Spiele des letzten Jahres analysiert. Leider sind wir keinen Schritt vorwärtsgekommen", sagt DHB-Präsident Bernhard Bauer.

Der für den Leistungssport verantwortliche DHB-Vizepräsident Bob Hanning betonte, dass es "das Beste für den deutschen Frauenhandball ist, Klarheit zu schaffen und grundsätzliche Prozesse wieder in die gewünschte Richtung zu lenken". Er will "in enger Abstimmung mit der Handball Bundesliga Frauen" eine Lösung suchen, um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern.

Die deutschen Handballerinnen treffen am 6./7. und 13./14. Juni in zwei Playoff-Spielen auf Rekord-Weltmeister Russland. Dabei kämpfen sie nicht nur um die Teilnahme an der Ende 2015 in Dänemark stattfinden Weltmeisterschaft, sondern auch um die letzte Qualifikationschance für Olympia 2016 in Rio de Janeiro.