Hamburg (dpa/lno) - Die AfD will Lehrerinnen in Hamburg das Tragen von Kopftüchern verbieten. "Das Kopftuch ist nicht wirklich etwas Religiöses, es ist ein Symbol der Integrationsunwilligkeit", sagte AfD-Spitzenkandidat Jörn Kruse der Deutschen Presse-Agentur. Seine Partei hatte die Forderung bereits in ihr Programm zur Bürgerschaftswahl am 15. Februar aufgenommen. Kruse warnte zudem vor einem "Vordringen islamischer Eigenarten". SPD, CDU und Grüne wiesen den Vorstoß zurück. Die AfD versuche, "auf der Pegida-Welle zu surfen", kritisierte Stefanie von Berg (Grüne). Die Entscheidung, ob Kopftücher im Unterricht erlaubt sind, treffen die Bundesländer.

AfD-Wahlprogramm

Urteil Bundesverfassungsgericht von 2003