Hamburg (dpa/lno) - Sechs Wochen nach dem schweren Kohlenmonoxid-Unglück von Hamburg-Harburg beraten Experten in der Hansestadt über den Einsatz von Messgeräten bei Rettungseinsätzen. An der dreitägigen Tagung, die am Montag im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) begann, nehmen Feuerwehrleute, Rechtsmediziner und Wissenschaftler aus mehreren deutschen Städten und der österreichischen Hauptstadt Wien teil. Sie wollen erörtern, wie gefährdet das Personal im Rettungsdienst ist und wie man Patienten mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung erkennt. Geklärt werden soll auch die Frage, ob jeder Rettungswagen zwingend mit neuer Messtechnik ausgestattet werden muss.

Zu Beginn der Tagung stand ein Bericht über das Unglück von Harburg auf dem Programm. Dabei waren am 2. Dezember drei Menschen ums Leben gekommen, 13 weitere wurden verletzt. Wie die Ermittlungen ergaben, war Kohlenmonoxid aus einer defekten Gaszentralheizung ausgeströmt. Die Feuerwehr war bereits in der Nacht vor dem eigentlichen Alarm dreimal zu dem Mehrfamilienhaus gerufen worden und hatte drei Menschen in eine Klinik gebracht, ohne die Ursache der Beschwerden zu erkennen.

Tagungsprogramm