Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger CDU-Opposition will den Unterricht von besonders geförderten Kindern in allgemeinen Schulen verbessern. Eltern sollen sich weiterhin für Sonderschulen bei einer Förderung in den Bereichen Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung (LSE) entscheiden können, sagte CDU-Spitzenkandidat Dietrich Wersich am Montag. Die Inklusionsschulen sollen aber besser ausgestattet und weiterentwickelt werden. "Es ist nicht nur eine Frage von mehr Ressourcen, sondern des richtigen Einsatzes."

Der SPD-Senat betreibe mit seinen Konzepten "unausgereifte und ideologisch motivierte Experimente", kritisierte Wersich. Laut Wersich und der schulpolitischen Sprecherin der CDU, Karin Prien, führten diese nicht zu einer erfolgreichen Inklusion von förderbedürftigen Schülern - sondern senkten die Qualität des gesamten Unterrichts. Ein "sukzessiver Ausbau eines Netzes an Inklusionsschulen" sollte nach ihrer Ansicht bis 2030 erfolgen.

"Die größte Baustelle ist die Qualität der Schulen", sagte Wersich. Die CDU wolle sich daher etwa für eine gezielte frühkindliche Bildung in der Sprachförderung, eine stärkere Vergleichbarkeit von Bildungsgängen und -abschlüssen in Hamburg und bundesweit sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern einsetzen. Außerdem will die CDU die Stadtteilschulen stärken, indem diese mindestens 40 Prozent der Schüler selbst auswählen dürfen. "Wir wollen nicht die Strukturen verändern, sondern Hamburgs Schulen besser machen", sagte Wersich.

Laut Umfragen liegt die CDU (24 Prozent) weit hinter der regierenden SPD (43 Prozent). Bei der letzten Hamburg-Wahl 2011 hatte die CDU mit 21,9 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis eingefahren. Die Zahl ihrer Mandate halbierte sich von 56 auf 28.