Hamburg (dpa/lno) - Die Suche nach dem zweiten gestohlenen Stahlschrank von Wolf Biermann ist am Freitag in Hamburg-Hammerbrook ergebnislos geblieben. Die Polizei hatte den Bereich des Mittelkanals, in dem am Donnerstag bereits einer der beiden Schränke des Liedermachers gefunden worden war, mit einem Sonargerät untersucht. Anschließend gingen Taucher ins Wasser, fanden aber nur eine Rolle alten Maschendrahts und weiteres Gerümpel.

Einbrecher hatten kurz vor Weihnachten die beiden Schränke aus Biermanns Haus in Hamburg-Ottensen weggeschleppt. Der Liedermacher beklagte den Verlust von Tagebüchern, Manuskripten und unersetzlichen Andenken an seinen in Auschwitz ermordeten Vater. Gegenstände von hohem Geldwert enthielten die Tresore nicht. "Es geht um kein Geld, es geht nur um Seelengeld", hatte Biermann am Donnerstag nach dem Fund des ersten Schranks gesagt. Dieser wird noch kriminaltechnisch untersucht, wie ein Polizeisprecher sagte.