Hamburg (dpa/lno) - Angesichts des bundesweit größten Anstiegs der Armut in Hamburg hat der paritätische Wohlfahrtsverband von SPD und Grünen klare Signale bei den Koalitionsverhandlungen gefordert. "Die soziale Gerechtigkeit war im Wahlkampf kein Thema, muss aber in den Koalitionsverhandlungen ganz oben auf der Agenda stehen", sagte Hamburgs Verbandsgeschäftsführer Joachim Speicher am Donnerstag. Der Armutsbericht zeige, dass die Spaltung zwischen Arm und Reich in Hamburg weiter zunehme. "Der neue Senat wird auch daran gemessen werden, ob er die steigende Armut in den kommenden Jahren wieder verringern kann." Dem Bericht zufolge weist Hamburg mit 16,9 Prozent erstmals eine Armutsquote deutlich über dem Bundesdurchschnitt auf.