Hamburg (dpa/lno) - Kurz vor Beginn der Meinungsumfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Austragung Olympischer Spiele in Hamburg haben die Linken vom Senat erneut eine Kostenkalkulation für das Sportgroßereignis angemahnt. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Senat und Wirtschaftslobby, die sich Gewinne von den Spielen erhoffen, auf Jubelveranstaltungen setzen ohne die Kosten für den Hamburger Steuerzahler zu benennen", erklärte der sportpolitische Sprecher der Linksfraktion, Mehmet Yildiz, am Donnerstag. Das Parlament warte seit Monaten auf eine Kostenkalkulation.

"Der mangelnde Aufklärungswille dient offenkundig dazu, die Kosten bis zur Meinungsumfrage des DOSB (...) unter Verschluss zu halten. Das ist eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit." Dabei habe die Hamburgische Bürgerschaft den Senat bereits im Mai 2014 aufgefordert, bis zum Herbst unter anderem eine Kostenermittlung vorzulegen. Der DOSB will an diesem Wochenende Hamburger und Berliner über ihr Verhältnis zu Olympia befragen. Dabei gilt der Zustimmungsgrad als ein Kriterium für die Empfehlung des DOSB-Präsidiums am 16. März.