Hamburg (dpa/lno) - Nach dem Oscar für die Dokumentation über Edward Snowden haben die Intendanten des Norddeutschen und des Bayerischen Rundfunks, Lutz Marmor und Ulrich Wilhelm, der US-Regisseurin Laura Poitras ihre Anerkennung ausgesprochen. "Laura Poitras ist für ihren investigativen Film hohe persönliche Risiken eingegangen", sagte Marmor am Montag in Hamburg. Auch für alle weiteren Beteiligten an diesem Projekt sei der Oscar eine großartige Anerkennung. NDR und BR hatten die Dokumentation "Citizenfour" über den NSA-Whistleblower Edward Snowden unterstützt.

BR-Intendant Wilhelm erklärte, es sei für den Sender die vierte Ko-Produktion, die mit einem Oscar geehrt werde. "Wir sind sehr stolz, dass es dem BR frühzeitig gelungen ist, diesen besonderen Dokumentarfilm zu unterstützen." Der Oscar unterstreiche, wie das Kino-Engagement der öffentlich-rechtlichen Anstalten internationale Erfolge mit ermögliche.

Neben Poitras waren Dirk Wilutzky und Mathilde Bonnefoy von Praxis Films Berlin Produzenten von "Citizenfour". Der Streifen läuft seit Herbst 2014 in deutschen Kinos. Das Erste zeige den Film voraussichtlich im Juni 2015, teilten die Intendanten mit.