Hamburg (dpa) - Menschliche Vereinsamung bei grotesk fortschreitender Technisierung des Lebens: Kernthema der Komödie "Ab jetzt" des britischen Erfolgsdramatikers Alan Ayckbourn. Das bereits 1987 uraufgeführte Werk feierte am Samstagabend Premiere im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Mit den Ensemblestars Götz Schubert, Lina Beckmann und Ute Hannig formte die inszenierende Intendantin Karin Beier eine drastische Glosse auf das Computerzeitalter, in dem eine Maschine mehr Gefühl besitzt als die Menschen um sie herum. Zum Clou geriet dabei Beckmann als attraktiver weiblicher Roboter GOU 300 F, der immer wieder gegen Wände knallt und artistisch über das Sofa rollt, zugleich aber auch das Familiendefizit eines Musikers mit Komponier- und Liebeshemmung ausgleichen soll.

Deutsches Schauspielhaus