Hamburg (dpa/lno) - Thomas von Heesen kann die Entscheidung der Clubspitze des Hamburger SV nachvollziehen, Sportchef Peter Knäbel auch zum Trainer des norddeutschen Fußball-Bundesligisten zu machen. "Wie jemand bewertet wird, ist völlig uninteressant. Wichtig ist, dass er den Draht zum Team findet. Ich glaube, da ist er nah dran", sagte der ehemalige Spieler und Aufsichtsrat des abstiegsbedrohten HSV am Dienstag in einem Sport1-Interview. Sein Ex-Club habe schnell handeln müssen. "Wenn jetzt ein Neuer käme, der sagt dann erst: 'Ich muss erst mal die Mannschaft kennenlernen und habe eine ganz andere Philosophie'. Der Faktor Zeit ist schon wichtig", meinte von Heesen.

Der HSV war nach sechs Spielen ohne Sieg auf den Relegationsplatz abgerutscht und hatte sich von Chefcoach Josef Zinnbauer getrennt. Der als Trainer unerfahrene Ex-Profi Knäbel soll in den verbleibenden acht Spielen nun die Rettung schaffen. Von Heesen nahm allerdings die Spieler in die Plicht. "Die haben eine Qualität, die sie sich selber immer zuschreiben. Die sollen sie jetzt auch als Team beweisen", forderte der Ex-Nationalspieler. Für den HSV sei es "Eins vor Zwölf".