Hamburg (dpa) - Im Prozess gegen den früheren Chef der Fondsgesellschaft Wölbern Invest, Heinrich Maria Schulte, hat die Verteidigung am Montag Freispruch beantragt. Der Medizinprofessor steht wegen des Vorwurfs der gewerbsmäßigen Untreue in 360 Fällen vor dem Hamburger Landgericht. Das Urteil soll am nächsten Montag verkündet werden, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende März eine Haftstrafe von zwölf Jahren gefordert. Laut Anklage soll der 61-Jährige rund 147 Millionen Euro unrechtmäßig aus Anlegergeldern abgeschöpft haben. Schulte dagegen hatte erklärt, er habe sich nicht bereichern wollen.