Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Der Zugverkehr im Norden ist nach dem Ende des Lokführerstreiks weitestgehend planmäßig angelaufen. Nur vereinzelt müssten Bahnreisende sich am Freitagmorgen noch auf Verspätungen einstellen, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. Der Ersatzfahrplan war so getaktet, dass die Züge zum Streikende am Donnerstagabend dort ankamen, wo sie regulär wieder starten sollten.

Während des zweitägigen Streiks der Lokführer mussten Zehntausende Bahnreise auf andere Verkehrsmittel umsatteln. In Hamburg und Schleswig-Holstein fuhr nach Bahn-Angaben nur etwa jeder dritte Fernzug. Im Nahverkehr fiel etwa jeder zweite Zug aus. Der Ersatzfahrplan sei jedoch stabil gelaufen, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Die Bahnreisenden hätten sich früh genug im Internet erkundigen können, welche Züge fuhren.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern hatten Bahnreisende in Schleswig-Holstein und Hamburg noch Glück. Denn im Nahverkehr werden nach GDL-Angaben vom Donnerstag zahlreiche verbeamtete Lokführer eingesetzt, die anders als Angestellte nicht streiken dürfen.