Leipzig/Hamburg (dpa/lno) - Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) spricht sich im Rahmen der Hamburger Olympia-Bewerbung für den Neubau einer Kanuslalom-Anlage in der Hansestadt aus. Das sagte Verbandspräsident Thomas Konietzko vor den Europameisterschaften, die am Wochenende in Markkleeberg bei Leipzig stattfinden. Damit erteilte der DKV-Chef einer etwaigen Mitbewerbung des Kanuparks Markkleeberg eine Absage. "Wir favorisieren natürlich, dass auch in Hamburg ein Kanupark gebaut wird. Das ist auch der jetzige Stand der Bewerbungsgespräche."

Deutschland könne zwei künstliche Kanäle "gut verkraften" - und vor allem im Sinne der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Dezember verabschiedeten Reformen nachhaltig nutzen. Konietzko ist sicher: Ein Kanupark im Norden Deutschlands "wäre ein Gewinn, unabhängig von Olympia. Nicht nur für den Sport, auch touristisch. Wir müssen keine Angst haben, uns damit eine Investruine in die Landschaft zu setzen." Bisher hat Deutschland mit den Standorten Augsburg und Markkleeberg zwei weltcuptaugliche Strecken. "Mit einer weiteren in Hamburg wären wir international gut aufgestellt."

Der Kanupark Markkleeberg war ursprünglich als Teil der gescheiterten Leipziger Bewerbung für Olympia 2012 geplant worden. Seit der Eröffnung im Jahr 2007 hatten bereits die U23/Junioren-EM und ein Weltcup auf der Anlage stattgefunden. Der Augsburger Kanal diente 1972 als Teil der Spiele in München.

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