Hamburg (dpa/lno) - Rund 2000 Menschen leben nach Schätzung der Anlaufstelle für wohnungslose EU-Bürger in Hamburg auf der Straße. Viele von ihnen hätten keine Chance, sich in die Gesellschaft zu integrieren, sagte der Leiter der Beratungsstelle, Andreas Stasiewicz. Arbeitsmigranten aus Polen, Rumänien und Bulgarien würden häufig von Zeitarbeitsfirmen ausgebeutet. Wenn sie ihre prekären Jobs, etwa in der Fleischindustrie, im Reinigungsgewerbe, auf Baustellen oder in der Pflege, verlieren, stünden sie mittellos auf der Straße. Mit dem Projekt "Plata" versucht die Anlaufstelle zu helfen. Die fünf Mitarbeiter beraten die Obdachlosen in ihren Muttersprachen und helfen ihnen bei der Beschaffung von Ausweispapieren oder der Beantragung von Sozialleistungen. Oft ist die Rückkehr ins Heimatland sinnvoll. Im vergangenen Jahr vermittelte "Plata" 938 Menschen in ihre Herkunftsländer.

Plata