Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Polizei setzt an diesem Wochenende erstmals sogenannte Bodycams ein. Zwei Beamte mit einer kleinen Kamera auf der Schulter werden von Freitagabend an ihre Streifenkollegen rund um die Reeperbahn begleiten, wie Polizeisprecher Timo Zill am Donnerstag vor der Davidwache ankündigte.

Der Einsatz der insgesamt vier Schulterkameras findet im Rahmen eines Pilotprojektes statt, das bis Ende 2016 gehen soll. Die Videoteams sollen nur an Wochenenden unterwegs sein.

Die Polizisten mit Bodycams sind deutlich als Videoteam gekennzeichnet. Sie dürfen ihre Kameras nur bei drohender Gefahr einschalten. Die Bild- und Tonaufnahme wird den Umstehenden zuvor angekündigt. Die Aufzeichnungen können die Videobeamten hinterher ansehen, aber nicht löschen oder verändern. In der IT-Abteilung der Polizei werden sie gespeichert. Laut Gesetz dürfen sie bei einem möglichen Strafverfahren verwendet werden. Sonst müssen sie grundsätzlich nach einem Monat gelöscht werden.